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Soziale Verantwortung

Reportage

Auszeichnung als «Leistungssportfreundlicher Lehrbetrieb» durch Swiss Olympic

27. Januar 2026

Swiss Olympic hat unsere Filialen Bern und Zürich Altstetten als «leistungssportfreundliche Lehrbetriebe» ausgezeichnet. Mit anderen Worten: Junge Leistungssportlerinnen und -Sportler sind bei Planzer besonders gut aufgehoben. Dabei gibt es bei unserer Arbeit in der Ausbildung auch Parallelen zum Spitzensport: Maximale Leistung geht nur, wenn man seine Talente entfalten und sich individuell entwickeln kann. Und vor allem: Wenn man auch Spass daran hat.

Swiss Olympic hat für Ausbildungsbetriebe die Vignette «Leistungssportfreundlicher Lehrbetrieb» lanciert

Berufliche Grundbildung und Leistungssport

Swiss Olympic ist der Dachverband des Schweizer Sports und engagiert sich aktiv dafür, dass junge Leistungssportlerinnen und -sportler ihre sportliche Laufbahn mit einer fundierten Ausbildung verbinden können. Umso wichtiger ist es, dass Talente bereits früh eine solide berufliche Basis aufbauen können, ohne dabei ihre sportlichen Ziele aufgeben zu müssen. Mit der Vignette «Leistungssportfreundlicher Lehrbetrieb» zeichnet Swiss Olympic Ausbildungsbetriebe aus, die sich dieser Herausforderung bewusst stellen und junge Leistungssportler gezielt unterstützen. Die Auszeichnung ist kein reines Bekenntnis, sondern ein Qualitätssiegel, das klare Anforderungen an den Lehrbetrieb stellt.

Bestleistungen in allen Bereichen

Nur wenige Athletinnen und Athleten können in der Schweiz langfristig von ihrem Sport leben. Und oft gehen die Anforderungen von beruflicher und sportlicher Karriere in jungen Jahren weit auseinander. Beides unter einen Hut zu bringen, ist eine Herausforderung. Trainingseinheiten am frühen Morgen, Wettkämpfe am Wochenende und gleichzeitig schulische sowie berufliche Anforderungen verlangen jungen Athletinnen und Athleten viel ab. Umso wichtiger ist ein Ausbildungsumfeld, das Verständnis zeigt, flexibel ist und gezielt unterstützt. Genau das bieten wir mit unserer Sportlehre und bringen dabei eine Haltung zum Ausdruck, die wir jungen Menschen schon seit vielen Jahren im Rahmen der Ausbildung vermitteln möchten: Wer seine Talente und Fähigkeiten perfektioniert, kann damit Bestleistungen erbringen. Das gilt nicht nur im Sport, sondern fürs Leben.

Hoch hinaus

Ein Beispiel für diesen Weg ist der 17-jährige Max Hammer. Max absolviert bei uns in Zürich Altstetten eine kaufmännische Grundbildung mit einem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ). Gleichzeitig spielt er Volleyball beim TSV Jona auf nationalem Niveau sowie auch in der Nationalmannschaft. Im Unterschied zum herkömmlichen KV schliesst Max seine Lehre in vier statt drei Jahren ab. Dafür erhält er Zeit fürs Training als Spitzensportler, für eine angemessene Regeneration und für die Vorbereitung auf wichtige Spiele. In unserem Interview erzählt Max aus seinem sportlichen Alltag und über seine Erfahrungen mit der Sportlehre bei Planzer.

Planzer ist leistungssportfreundlicher Lehrbetrieb

«Ich empfinde es als grosses Privileg und ich bin sehr dankbar dafür, bei Planzer eine Sportlehre machen zu können.»

Max Hammer, KV-Lernender und Volleyballer beim TSV Jona
// Planzer: Max, warum ist es für dich wichtig, neben deinem Spitzensport noch einen Beruf zu erlernen?
Max: Man weiss nie, was passiert. Gut möglich, dass ich mich morgen verletze und nie mehr Spitzensport betreiben kann. Mir ist es wichtig, ein Backup und eine solide Basis mit einer Ausbildung im Arbeitsleben zu haben.
// Was bedeutet dir die Möglichkeit, Spitzensport und Lehre zu kombinieren?
Ich empfinde es als riesiges Privileg, und ich bin sehr dankbar dafür. Gerade auch für mein Umfeld. Ich weiss, dass es nicht selbstverständlich ist, Spitzensport in dieser Form mit einer beruflichen Ausbildung kombinieren zu können. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass ich ohne harte Arbeit nicht dort wäre, wo ich heute stehe.
// Wie sieht ein typischer Arbeitstag, bzw. der Alltag bei dir aus?
Ich stehe gegen 6.20 Uhr auf und mache mich auf den Weg nach Rapperswil-Jona. Von 7.45 bis 9.15 Uhr findet mein Training statt. Danach dusche ich, ziehe mich um und fahre ins Büro. Dort bin ich bis kurz nach 14 Uhr. Anschliessend gehe ich ins Krafttraining, das bis 16.25 Uhr dauert. 10 Minuten später geht es mit dem normalen Training bis 19.00 Uhr weiter. Danach fahre ich nach Hause. Wenn ich noch Energie habe, treffe ich mich noch mit Freunden oder meiner Freundin. Am Freitagmorgen arbeite ich, am Nachmittag besuche ich die Berufsschule für drei Lektionen. Alle zwei Wochen trainiere ich zudem zusätzlich in Schönenwerd mit der Nationalmannschaft.
// Welche Unterstützung erhältst du von Planzer, damit du das alles unter einen Hut bringst?
Planzer gibt mir die Möglichkeit, jedes Training und auch die Trainingslager zu besuchen. Meine Vorgesetzten sind sensibilisiert und bringen viel Verständnis für die zeitlichen Herausforderungen auf, achten aber trotzdem sehr darauf, dass meine schulischen Leistungen gut bleiben. Obwohl ich nur noch wenige Prüfungen habe, kann ich bei Planzer während der Arbeit lernen – zumindest dann, wenn nicht zu viel ansteht. Da ich zu Hause oft nicht mehr die Energie dafür habe, schätze ich diese Möglichkeit sehr.
// Was ist für dich als Teamsportler wichtig für ein gutes Team bei der Arbeit?
Das A und O ist die Kommunikation. Man kann nicht in andere Personen hineinschauen und weiss nicht, wie viel Stress sie allenfalls haben oder wie es ihnen geht. Deshalb muss man nachfragen. So kann man gemeinsam besprechen, wer welche Aufgaben übernimmt. Das gilt im Sport und bei der Arbeit.
// Was nimmst du aus dem Volleyball mit, das dir im Berufsalltag hilft?
Geduld. Man kann und darf nicht erwarten, dass alles beim ersten Mal klappt. Deshalb sollte man dranbleiben und nachfragen, wenn man etwas nicht versteht. Zudem ist die Vermeidung von Stress wichtig. Denn unter Druck macht man schnell Fehler.

Verantwortung für heute und morgen

Die Auszeichnung als leistungssportfreundlicher Lehrbetrieb ist für uns Bestätigung und Ansporn zugleich. Wir sind überzeugt: Wer junge Menschen ernst nimmt, ihnen Vertrauen schenkt und Raum für ihre Talente lässt, investiert nachhaltig. In den Sport, in die Ausbildung und in die Zukunft. Mit den Filialen Bern und Zürich Altstetten leisten wir unseren Beitrag dazu, dass Nachwuchstalente ihren Weg gehen können – engagiert, ambitioniert und mit Perspektive. Gemeinsam aufs Podest.

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