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Damit der Familientisch gedeckt bleibt: Zusammenarbeit mit «Tischlein deck dich»

25. April 2025

Armut in der Schweiz? Die gibt es tatsächlich. In manchen Familien reicht es oft kaum fürs Essen. Hier bietet die Food-Save-Organisation «Tischlein deck dich» Hand – und wir von Planzer ziehen seit 2025 mit. Dieses Engagement macht doppelt Sinn: Zum einen transportieren wir täglich Lebensmittel für unsere Kunden. Zum anderen wollen wir als Familienunternehmen jene Familien unterstützen, die mit besonderen Hearusforderungen im Leben konfrontiert sind.

::Über «Tischlein deck dich»

Der Verein «Tischlein deck dich» ist eine Initiative der Wirtschaft. Er rettet Lebensmittel vor der Vernichtung und verteilt sie an Menschen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein, die von Armut betroffen sind. Die Food-Save-Organisation erreicht jede Woche Menschen in Not an 162 Abgabestellen und indirekt über Lebensmittelpartner. «Tischlein deck dich» kauft keine Produkte ein, sondern verteilt gesammelte Produktspenden. 2024 stellte der Verein Lebensmittel für insgesamt 2 Millionen Personen bereit. Fotos: Fabio Baranzini

Ein grösseres Thema, als man denkt

«Tischlein deck dich» bringt Lebensmittel dorthin, wo sie fehlen. An 162 Abgabestellen und über diverse Lebensmittelpartnerschaften können Menschen in Not in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein einmal die Woche Essen beziehen. Dass Armut in unserem Land sehr wohl ein Thema ist, beweisen die Zahlen: Gemäss Bundesamt für Statistik lag die Armutsquote in der Schweiz im Jahr 2023 bei 8,1%. Demnach leben bei uns über 708’000 Menschen an der Armutsgrenze. Sie betrug 2023 durchschnittlich 4051 Franken pro Monat für zwei Erwachsene mit zwei Kindern. Diesen Menschen reicht das Geld oft nicht einmal für den täglichen Bedarf. Umso wichtiger werden Organisationen wie «Tischlein deck dich», die von der Wirtschaft ins Leben gerufen wurde.

Auf Lebensmittel spezialisiert

«Tischlein deck dich» verhindert Lebensmittelabfälle und erbringt damit eine karitative Spitzenleistung. Allerdings stehen die Verantwortlichen damit auch vor einer logistischen Herausforderung. Denn viele Lebensmittel müssen temperaturgeführt transportiert und zeitnah umgeladen werden – ansonsten sind sie schnell nicht mehr konsumierbar. Aus diesem Grund unterstützen wir «Tischlein deck dich» mit Transportleistungen. Schliesslich gehört die Versorgung unseres Landes mit Lebensmitteln seit unserer Firmengründung zu unserem Tagesgeschäft. Von der lokalen Mosterei bis zum weltweiten Nahrungsmittelkonzern stehen zahlreiche Lebensmittelhersteller auf unserer Kundenliste. Schulter an Schulter mit «Tischlein deck dich» stellen wir unsere Logistikkompetenz in den Dienst einer guten Sache.

Als Familie für andere Familien

Für unseren Einsatz bei «Tischlein deck dich» gibt es einen weiteren guten Grund: Als Familienunternehmen gehört es zu unserem Verständnis von Nachhaltigkeit, für bedürftige Familien zu sorgen. Gerade dann, wenn diese Familien von Armut betroffen sind. Man würde denken, in einem prosperierenden Land wie der Schweiz käme in jeder Familie ausreichend Essen auf den Tisch. Die offiziellen Quellen sagen etwas anderes: Im Jahr 2023 galten 5,5% der in der Schweiz lebenden Paare mit einem Kind als arm. Als Schweizer Transportunternehmen in Familienhand möchten wir dazu beitra-gen, die Not für die armutsbetroffenen Familien zumindest teilweise zu lindern.

«Die Unterstützung von Planzer ist für uns sehr wertvoll. So können wir noch mehr Lebensmittel retten und dahin bringen, wo sie am meisten benötigt werden.»

Matthias Merz, Key Account Manager National, «Tischlein deck dich»

Mission possible

Matthias Merz ist Key Account Manager National bei «Tischlein deck dich». Im Gespräch mit unseren Nachhaltigkeitsverantwortlichen spricht er über Solidarität, logistische Herausforderungen und die Zukunft von Food-Save-Lösungen.

  • // Planzer: Herr Merz, was bedeutet die Arbeit von «Tischlein deck dich» für die Empfängerinnen und Empfänger und welches Feedback erhalten Sie?
    : Matthias Merz: Die Unterstützung und Solidarität, die wir von unseren freiwilligen Helfenden, Partnerorganisationen, Lebensmittelspendern und Finanzgebenden erfahren, macht unsere nachhaltige Lebensmittelrettung erst möglich. Woche für Woche erhalten rund 40’000 Armutsbetroffene gerettete Lebensmittel über unsere 162 Abgabestellen und weitere Partnerorganisationen. Sie sind dankbar für diese Unterstützung, die ihr knappes Haushaltsbudget entlastet.
  • // Welche Rolle spielt eine gute Logistik für die Mission von «Tischlein deck dich» und welche Bedeutung kommt Planzer dabei zu?
    Die Logistik ist für unsere Mission zentral. Wir wollen Lebensmittel retten und an Bedürftige verteilen. Das ist in erster Linie eine logistische Aufgabe: Die über 1’000 Produktspender stellen uns unterschiedliche Produkte in drei Temperaturzonen und verschiedenen Volumen zur Verfügung. Diese gilt es abzuholen, zwischenzulagern, für die Abgabestellen zu rüsten und schliesslich auszuliefern. Die finanzielle Unterstützung von Planzer und die Zusammenarbeit bei der Abholung ist für uns äusserst wertvoll. So können wir noch mehr Lebensmittel retten und dahin bringen, wo sie am meisten benötigt werden.
  • // Was sind Ihre Herausforderungen beim Transport der geretteten Lebensmittel und wie können wir von Planzer Sie dabei unterstützen?
    Eine Kernaufgabe ist sicherlich das Kostenmanagement. Darüber hinaus gibt es weitere Herausforderungen. Eine besteht darin, Mehrweggebinde kostengünstig und nachhaltig zu retournieren. Zudem ist es anspruchsvoll, einen effizienten und ökologischen Transport mit komprimierten Paletten zu garantieren.
  • // In welchen Bereichen hat sich die Lebensmittelrettung in den letzten Jahren verändert und wie entwickelt sie sich in naher Zukunft weiter?
    Das Thema Food Waste ist durch politische Initiativen, durch die gesellschaftspolitische Debatte zum Thema Nachhaltigkeit und aufgrund der steigenden Lebensunterhaltskosten in den Vordergrund gerückt. Sowohl Akteure der Lebensmittelbranche als auch Konsumentinnen und Konsumenten ergreifen immer häufiger Massnahmen, um Food Waste zu reduzieren. Zudem gibt es immer mehr kommerzielle Food-Save-Lösungen. Diese verkaufen über neue Marktplätze oder Anwendungen Überbestände an «Schnäppli-Jäger». Allerdings ist das Potenzial noch nicht ausgeschöpft, wenn man die anhaltend grosse Lebensmittelverschwendung in der Schweiz betrachtet. Als karitative Food-Save-Organisation arbeiten wir mit Hochdruck daran, dass die geretteten Lebensmittel zu jenen Menschen gelangen, die sie dringend brauchen.

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